Ständige Rücken- oder Kopfschmerzen, Schlafstörungen - Viele Menschen sind davon betroffen. Doch kaum jemand ahnt, dass die Ursache im Mund und an den Zähnen liegen kann.
Wer nachts unbewusst mit den Zähnen knirscht oder ständig die Kiefer gegeneinander presst, schadet nicht nur seinen Zähnen, sondern überlastet auch die Kiefergelenke. Über die Kiefermuskulatur kann dadurch eine ganze Reihe von Muskelverspannungen in Gang gesetzt werden. Kopf- und Rückenschmerzen sind die häufige Folge. Aber auch Schluckbeschwerden, Ohrgeräusche und Schlafstörungen können auftreten. In der Medizin spricht man bei diesen Zusammenhängen von Craniomandibulären Dysfunktionen.
Der Grund für Craniomandibuläre Dysfunktionen kann eine falsche Zahnstellung oder zum Beispiel eine zu hohe Füllung sein. Aber auch Stress kann dazu führen, dass nachts die Kiefer mahlen oder mit enormen Kräften gegeneinander gepresst werden. Oft spiele beide Faktoren - Zähne und Stress - eine Rolle. Spezialisierte Zahnärzte können dies mit Hilfe einer computergestützten Funktionsanalyse herausfinden. Elektronisch werden dabei die Kaubewegungen und die auf den Kiefer und die Zähne einwirkenden Kräfte aufgezeichnet. Anhand der Ergebnisse kann der Spezialist die Fehlbelastung meist genau erkennen und z.B. durch die funktionsgerechte Erneuerung des störenden Inlays oder der Krone beseitigen.
Als erste Hilfemaßnahme oder bei Menschen, die unter Stress mit den Zähnen knirschen, hilft auch eine so genannte Knirscherschiene. Sie besteht aus einem durchsichtigen Kunststoff. Anhand von Kieferabdrücken und der Funktionsanalyse wird sie individuell angepasst. Beim Tragen der Schiene werden die Zahnkontakte entkuppelt, so dass die Kiefer in die von der Muskulatur bestimmte Optimalposition rücken können. Viele Patienten sind oft über Nacht ihre Kopf- oder Rückenschmerzen los. Und: Sie müssen nicht mehr befürchten, sich im Schlaf die Zähne kaputt zu knirschen.

